IO Link Induktiv

Binäre Sensoren waren in der Vergangenheit meist auf simple Schaltsignale beschränkt. Heute legen intelligente Sensoren den Grundstein der nächsten industriellen Revolution. Dies gilt vor allem für Sensoren, die es dem Anwender ermöglichen, mit der neuen Schlüsseltechnologie IO-Link wichtige Informationen aus Anlagen und Maschinen effizient zu nutzen.

IO-Link ist eine Gemeinschaftsentwicklung führender Hersteller aus den Bereichen Sensorik, Aktorik und Steuerungstechnik. Die genormte und feldbusunabhängige Schnittstelle für die Automatisierung erlaubt unkomplizierte Punkt-zu-Punkt Verbindungen ohne aufwändige Adressierung. IO-Link bietet
außerdem wesentliche Vorteile: einfache Installation, automatische Parametrierung, einfachen Sensortausch, erhöhte Verfügbarkeit, Erfassung von Diagnoseparametern und die Möglichkeit, nahezu alle Daten des Sensors zu verarbeiten.

Carlo Gavazzi hat eine Serie induktiver Sensoren in Ø 4, glatt sowie M5, M8, M12, M18- und M30-Gewindebauform entwickelt, die mit dieser innovativen Schlüsseltechnologie ausgestattet sind.

Drehzahlerfassung

Durch den integrierten Frequenzteiler und den Fensterbetrieb des Sensors kann eine vielseitige Drehzahlüberwachung realisiert werden.

Datenverfügbarkeit bis auf Feldebene

Mit IO-Link können Daten vom Sensor schnell und effizient in das Steuerungssystem übertragen werden.

Automatische Parametereinstellung

Die Sensor-Parameter werden im IO-Link-Master gespeichert. Das ermöglicht einen reibungslosen Sensortausch. Die Parameter des ursprünglichen Sensors werden hierbei automatisch übertragen.

IO Link Grafiken mit Text Ind horiz

Komfortable Parametrierung und Konfiguration

Eingangswerte
Der Sensor misst drei verschiedene physikalische Werte: Im binären Datenkanal BDC 1 erfolgt die Objekterfassung, in BDC 2 die Frequenzerfassung – zusätzlich wird noch die Innentemperatur des Sensors gemessen.

Betriebsarten Schaltpunkt
Sowohl bei der Objekterfassung in BDC 1 als auch bei der Frequenzerfassung in BDC 2 kann der Schaltpunkt mit folgenden Betriebsarten konfiguriert werden: ein oder zwei Grenzwerte sowie Fensterbetrieb. Bei den Betriebsarten „ein Grenzwert“ und „Fensterbetrieb“ kann darüberhinaus die Hysterese eingestellt werden.

Eingangswähler
Mit dem Eingangswähler kann ein beliebiger der drei Eingangswerte (BDC 1, BDC 2 oder Temperatur) dem Schaltausgang zugeordnet werden.

Frequenzteiler
Mit dem Frequenzteiler kann der Benutzer festlegen, wie viele Aktivierungen des Sensors zum Umschalten des Ausgangs erforderlich sind. Wenn man die Anzahl der Betätiger auf einer Antriebswelle im Frequenzteiler programmiert, kann man die Drehzahl direkt auslesen.

Zeitfunktionen
Es ist möglich, verschiedene Zeitfunktionen zu realisieren: Einschaltverzögerung, Ausschaltverzögerung, Ein- und Ausschaltverzögerung sowie Ein- und Ausschaltwischend

Ausgangsinvertierer
Der Schaltausgang kann als Schließer oder Öffner konfiguriert werden.
Schaltausgang
Der Schaltausgang kann folgendermaßen konfiguriert werden: NPN, PNP, Gegentakt.

Programmierung

 

Diagnoseparameter und interne Sensorparameter

Schaltzyklen
In diesem Parameter ist die Anzahl der Aktivierungen des Sensors seit dem letzten Einschalten hinterlegt.

Temperaturaufzeichnung
Dieser Parameter gibt die niedrigste und höchste Temperatur seit dem letzten Einschalten an.

Frequenzüberwachung
Ist bei der Frequenzerfassung Fensterbetrieb gewählt, wird der Ausgang nur bei Werten innerhalb des Fensters aktiviert. Dadurch wird vor Über- und Unterdrehzahl geschützt.

Temperaturalarm
Überschreiten die Innentemperatur des Sensors einen voreingestellten Grenzwert, wird bei entsprechender Konfiguration ein Alarm ausgelöst.

 

Broschüre Induktive Näherungsschalter mit IO - Link
BRO_IO-Link_INDUCTIVE.pdf

KATALOGAUSZUG - Induktive und Kapazitive Sensoren mit IO-Link
CAT_OP_PART_IO-LINK_GER_2018.pdf